Die Klopfermühle wurde 1438 erstmals urkundlich erwähnt als "gut gelegin... in
dem dorffe zcu Lengefelt, gnant in der Hoyersmule, da itzund einer uff sitzit,gnant
Nickel Hoyer". Die Mühle und das dazugehörige Gut blieben bis 1595 im Besitz der
Familie Hoyer, wodurch sich der Name Hoyersmühle auch für die nachfolgenden Zeiten
fest einprägte.

Über Jahrhunderte stellte die Hoyersmühle einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar,
was sich auch darin ausdrückte, daß sie lange Zeit der größte Steuerzahler in
Lengenfeld war. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Bindung der Mühle an adlige
Grundherren aufgehoben, so daß die Müller nun nicht mehr nur Pächter, sondern
Eigentümer der Mühle waren. Nach 1818 wurden im Zuge der Industrialisierung von
Lengenfelder Textilfabrikanten in einem aufgesetzten Stockwerk Spinnmaschinen
aufgestellt und mit Wasserkraft betrieben.

Der sehr unternehmerische Besitzer Christian Wilhelm Lautenschläger ließ 1853
neue Gebäude errichten, die noch heute die äußere Gestalt der Mühle bestimmen.
Sein Plan einer Dampfmühle wurde nicht ausgeführt. 1863 übernahm Christian Gotthilf
Klopfer aus Werdau die ehemalige Hoyersmühle, die sich seither fast 150 Jahre im
Besitz der Familie Klopfer befindet. 1968 wurden die baufälligen Wasserräder
aus- und eine Wasserturbine eingebaut. Heute ist die Klopfermühle der einzige
Mühlenbetrieb mit Wasserantrieb an der Göltzsch.